Vita
Gero Hellmuth, 1940 in Neustrelitz geboren, ist ein deutscher Künstler, dessen Werk an der Schnittstelle von Erinnerungskultur, Anthropologie des Bildes und postminimalistischer Figuration angesiedelt ist. Nach dem Abitur in Stuttgart sowie Studien der Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Philosophie und Kunstgeschichte in Freiburg und Stuttgart, entwickelte er eine reduzierte, materialbewusste Bildsprache, die Fragment, Spur und die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers ins Zentrum rückt.
Seine Arbeiten stehen in einer kunsthistorischen Linie, die von Käthe Kollwitz und Francis Bacon bis zu zeitgenössischen Positionen einer „post‑traumatischen Ästhetik“ reicht – jedoch ohne expressive Übersteigerung. Hellmuth arbeitet mit Verdichtung, Stille und räumlicher Offenheit. Viele seiner Ausstellungen entstehen als immersive Raumkonstellationen, die Betrachterinnen und Betrachter nicht nur visuell, sondern körperlich in eine Erfahrung von Erinnerung, Verantwortung und Beziehung hineinführen.
Ein Schwerpunkt seines Œuvres ist die Auseinandersetzung mit Kindern im Kontext von Krieg, Flucht und Entwurzelung – nicht als Illustration, sondern als existenzielle Bildforschung. Mit Projekten in Deutschland und Polen, darunter der Ausstellung Gegen das Vergessen im Polnischen Historischen Museum in Warschau, die 12.000 Besucherinnen und Besucher erreichte, leistet Hellmuth einen Beitrag zur deutsch‑polnischen Verständigung und zur Weiterentwicklung einer europäischen Erinnerungskultur.
.Er lebt und arbeitet in Singen – HohentwielSzanowni Państwo,
https://vimeo.com/1154246755 Video meiner Ausstellung in Warschau
Beschreibung
Die Ausstellung „Gero. Hellmuth. Gegen das Vergessen“, die vom 28. November 2025 bis zum 15. März 2026 im Museum für Polnische Geschichte zu sehen ist, ist kein Versuch, die Geschichte zu rekonstruieren, sondern eine tiefgründige Reflexion über Trauma, Erinnerung und die ethische Verpflichtung, diese zu bewahren.
Die Darstellung des Krieges im musealen Raum ist eine Aufgabe, die außergewöhnliche Sensibilität, Verantwortung und Mut erfordert – sowohl seitens der Kuratoren als auch seitens der Künstler. Für die einen ist der Krieg eine Abstraktion, für andere eine schmerzhafte Wunde, die im kollektiven und individuellen Gedächtnis nach wie vor präsent ist. Diese Herausforderung wird besonders komplex, wenn das Ziel der Ausstellung nicht in einer sachlichen Darstellung besteht, sondern darin, einen Raum der Reflexion zu schaffen – ohne mit Gewalt zu prahlen, aber auch ohne sie zu vermeiden. Genau in diesem Sinne wurde die Ausstellung mit Werken von Gero Hellmuth im Museum für Polnische Geschichte konzipiert.
Hellmuths Schaffen ist nicht nur eine künstlerische Stimme des Widerstands gegen Gewalt, sondern auch ein Akt des Gedenkens – eines nicht offensichtlichen, körperlichen, emotionalen Gedenkens. Angesichts aktueller Konflikte und Unruhen wird seine Kunst zu einer Mahnung und einem Aufruf, nicht zu vergessen
Opis
Wystawa „Gero. Hellmuth. Przeciw zapomnieniu” prezentowana w Muzeum Historii Polski w dniach 28 listopada 2025 – 15 marca 2026 r. nie jest próbą rekonstrukcji historii, lecz głęboką refleksją nad traumą, pamięcią i etycznym obowiązkiem jej zachowania.
Prezentowanie wojny w przestrzeni muzealnej to zadanie wymagające wyjątkowej wrażliwości, odpowiedzialności i odwagi – zarówno ze strony kuratorów, jak i artystów. Dla jednych wojna to abstrakcja, dla innych bolesna rana, wciąż obecna w zbiorowej i indywidualnej pamięci. Wyzwanie to staje się szczególnie złożone, gdy celem ekspozycji nie jest przedstawienie faktograficzne, lecz stworzenie przestrzeni refleksji – bez epatowania przemocą, ale też bez jej unikania. Właśnie w takim duchu została zaprojektowana wystawa prac Gero Hellmutha w Muzeum Historii Polski.
Twórczość Hellmutha to nie tylko artystyczny głos sprzeciwu wobec przemocy, ale też akt pamięci – tej nieoczywistej, cielesnej, emocjonalnej. W obliczu współczesnych konfliktów i niepokojów jego sztuka staje się przestrogą i wezwaniem, aby nie zapomnieć
Nachweis / Dane o filmie
Quelle: MHP – Muzeum Historii Polski Realizacja / Produktion:
Dane o obiekcie – Angaben zum Objekt: Nazwa / Tytuł Gero Hellmuth. Przeciw zapomnieniu – film edukacyjny o wystawie czasowej Twórca / Wytwórnia Różański, Maciej (zdjęcia) Rodzaj nagranie video Kategoria Audiovideo Zakres chronologiczny 1939-1945 Data wykonania 15/12/2025 Czas trwania 0h 4min 23sek Osoby występujące Seroka, Małgorzata; Szumska, Natalia Miejsce Warszawa / Muzeum Historii Polski Numer inwentarzowy MHP-05-17489 Klasyfikacja praw autorskich Prawa autorskie zastrzeżone Permalink https://mediateka.muzhp.pl/permalink/41670 Mit freundlicher Genehmigung des MHP / Za zgodą MHP
Kritische Perspektiven und Interpretationen
Die kritische Rezeption von Gero Hellmuths Werk betont wiederholt dessen emotionale Kraft, die Auseinandersetzung mit bedeutenden historischen und menschlichen Themen sowie die Fähigkeit, beim Betrachter Reflexionen anzustoßen. Hans Gercke bezeichnet seine Kunst als „Kunst unserer Zeit,“ die „Auschwitz reflektiert“ und darauf abzielt, zu bewegen statt nur verstanden zu werden. Franz Joseph van der Grinten hebt die Bedeutung der Linie als „Zeugnis der Gesinnung“ hervor. Ursula Prinz interpretiert sein Werk im Kontext des Projekts „… dass sie leben“ als Brückenschlag zwischen Judentum und Christentum nach dem Holocaust. Die Serie „Schrei der Kriegskinder“ wird als kraftvoll und emotional resonant beschrieben, die den Betrachter herausfordert, sich dem Leid von Kindern zu stellen. Friedhelm Mennekes analysiert den Hiob-Zyklus als Psychogramm des menschlichen Bewusstseins im Leid, das zur Befreiung und zum Vertrauen führt , während Christhard-Georg Neubert den Zyklus als Auseinandersetzung mit dem Thema „Verantwortung für die Menschheit“ betrachtet. Bogdan Twardochleb äußerte sich zur Ausstellung „Hiob – Klage und Überwindung“ in Danzig.
Die konsistente Betonung der emotionalen Wirkung, der thematischen Tiefe und der Fähigkeit zur Reflexionsanregung in der kritischen Auseinandersetzung mit Hellmuths Werk unterstreicht dessen Bedeutung. Die Einbeziehung von Theologen und Kulturwissenschaftlern in die Interpretation seines Schaffens, insbesondere des Hiob-Zyklus und des Projekts „… dass sie leben,“ verdeutlicht die spirituellen und ethischen Dimensionen seiner künstlerischen Anliegen.
Einzelausstellungen (Auswahl)
2025/26 Warschau (Polen) – Museum der Polnischen Geschichte – Muzeum Historii Polski, .“Gegen das Vergessen“ – „Przeciw Zapomnieniu“ Gero Hellmuth | Videos & Movies on Vimeo Quelle MHP. Warszawa. Eine Dokumentation des Museums
2025 Ludwigshafen/Rhein – Kulturprojekt Hiob in der Friedenskirche, Hiob-Zyklus, Zyklus Schrei der Kriegskinder,
2024 Heidelberg – Ausstellung im +punkt der Universität Heidelberg – Eisenreliefs, Assemblagen
2023 Danzig (Polen) – Anlässlich der im Juni 2023 stattgefundenen Tagung des Internationalen Auschwitz-Rats, wurde im Museum des 2. Weltkriegs in Danzig (Muzeum II Wojny Światowej w Gdańsku) das Triptychon „Auschwitz/Befreiung“ (Siehe Menü: Zyklen) ausgestellt.
2022 Danzig (Polen) – Museum des 2. Weltkriegs, „Hiob – Klage und Überwindung“, ein Deutsch-Polnisches Projekt ‚gegen den Krieg‘ mit Michał Dobrzyński (Komponist, Polen) , Malerei, Assemblagen – Katalog zur Ausstellung Hiob, 2022, Danzig https://de.wikipedia.org/wiki/Muzeum_II_Wojny-%C5%9Awiatowej https://lnkd.in/eyBXmuEi
2020 Freiburg – Katholische Akademie Freiburg, „Schrei der Kriegskinder“, Malerei von 2016 – 2020, Begleitprogramm:Musik: Freiburger Domsingknaben, Leitung: Prof. Boris Böhmann
2019 Baden-Baden – Altes Dampfbad, Malerei, „Kinder. Opfer zwischen den Grenzen.“ Begleitprogramm: Szenische Lesung(Geschichten von Flucht und Neubeginn 1945 bis heute) mit Soundinstallation (Rike Scheffler), Unicef-Vortrag (Ute Desiness-Gros)mit Konzert (Ewa Gruszka-Dobrzyńska, Violine), Theaterstück „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ (Milo Rau)
.2018 Stettin/Szczecin (Polen), Philharmonie/Filharmonia, „Hiob-Zyklus“ und Zyklus „Kriegskinder“, Zeichnungen.Deutsch-Polnisches Projekt mit Michał Dobrzyński (Komponist, Polen) und Ewa Gruszka (Violine, Polen), Katalog zur Ausstellung, 2018, Stettin
2017 Hilzingen, August-Dietrich-Saal, Malerei, Assemblagen, Skulpturen, Zeichnungen. Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Bilderfolge „Schrei der Kriegskinder“. Sie entstand aufgrund des aktuellen Zustroms von Flüchtlingen nach Europa.Besonders das Leid der Kriegskinder wird thematisiert.
2017 Saarbrücken, Johanneskirche, Hiob-Zyklus, Malerei und Eisenrelief. Deutsch-Polnisches Projekt mit Michal Dombrzynski(Komponist, Polen) und Ewa Gruszka, (Violine, Polen)
2015 Singen, Stadthalle, Malerei – Assemblagen, Projekt zum 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945 in Europa“…dass man mit ihnen redet.“ Eine Wiederholung der Veranstaltung in Berlin am 7. Mai 2015.
2015 Berlin, Deutsche Parlamentarische Gesellschaft (Deutscher Bundestag), Malerei – Assemblagen, Projekt zum 70. Jahrestag des Kriegsendes1945 in Europa. „…dass man mit ihnen redet.“
2014 Singen, Skulptur Victor von Scheffel (Bronze), Stadtgarten der Stadt Singen
2012 Engen, Städtisches Museum + Galerie, Zeichnungen – Malerei – Assemblagen – Plastiken, Arbeiten von 1990 – 2012
2010 Singen, Brunnenanlage auf dem Rathausplatz der Stadt Singen mit 7 Bronzeskulpturen
2004 Singen, Rathaus (Kulturförderpreis)
2003 Singen, Kunstmuseum, Projekt „…dass sie leben.“ Wiederholung der Veranstaltung in Berlin (2003)
2003 Berlin, Landesvertretung Baden-Württemberg beim Bund , Malerei, Relief „Hiob“.
2003 Berlin, Kulturstiftung St. Matthäus – Kulturforum, „…dass sie leben“, Projekt mit dem israelischen Komponisten Joseph Dorfman,Tel Aviv, Uraufführung der Kantate „…dass sie leben“ mit dem Vokalensemble Sirventes (Berlin), Leitung Prof. Stephan Schuck
2001 München, New Art Galery KAIROS, Eisenrelief, Zeichnung
2000 Singen, Galerie Greuter, Malerei, Zeichnung, Assemblage
1999 Hamburg, Kongress Center, CCH, Wettbewerb „Kunst 99“ der IG Metall, Preisverleihung
1999 Tübingen, Stiftskirche – „Hiob“ – Bild und Musik mit dem Komponisten Peter Hoch, Trossingen, Hiob-Zyklus
1998 Berlin, Kirche am Hohenzollernplatz, „Hiob – ein Mensch“
1996 Singen, Kunstmuseum, Malerei, Relief, Plastik
1991/1992/1993 Villingen-Schwenningen, Franziskaner Museum, Mendelssohn-Projekt
1990 Singen, Bild und Musik mit dem spanischen Komponisten Manuel Hidalgo
1987/88/89 Singen, Kunstverein (Elias-/Paulus-/Matthäus-Zyklus)
1978 Meersburg, Neues Schloss, Malerei
1978 Singen, Rathaus, Werkschau, Malerei – Zeichnung
1976 Singen, Rathaus, Malerei – Zeichnungen
Beteiligung an Ausstellungen im In- u. Ausland
Verschiedenes
1993 Mahnmal „Kreuz der Arbeitslosen“, Fußgängerzone , Singen
1991 Gestaltung der Glocken der Liebfrauenkirche, Singen http://www.ebfr-glocken.de/html/liste/glocken_kirchen.html?&tab=detail&scene=detail&m=61566&e=61684&id=934
1999, Weimar, „1999 Wege nach Weimar“ – ZDF-Projekt
TV- und Rundfunksendungen (SDR, SWR, SFB)
Gestaltungen für die CD-Produktion des ORF, Wien
Ernst Klett Verlag GmbH, Evangelische Religion Oberstufe 2015 – Moment mal! ISBN 3-12-006791-1, Bildmaterial: Hiob – Überwindung,
Auszeichnungen
1999 Preisträger des Wettbewerbs „Kunst 99“ der IG Metall
2004 Kulturförderpreis Singen
2010, Singen, Brunnenanlage, 7 lebensgroße Bronze-Skulpturen auf dem Rathausplatz der Stadt Singen/Htwl.
2016, Singen, lebensgroße Bronze-Skulptur des Dichters Viktor von Scheffel im Stadtgarten der Stadt Singen/Htwl.
2022, Singen, Bronze-Skulpturen 2022, 2 lebensgroße Skulpturen – „Marktfrauen“ – auf dem Marktplatz (Herz-Jesu-Platz) der Stadt Singen
Werke in Öffentlichem Besitz
Galerei IG Metall, Frankfurt
Danzig (Polen) Museum des Zweiten Weltkriegs
Regierungspräsidium Freiburg
Stiftung St. Matthäus, Berlin (Kulturforum)
Sammlung van der Grinten, Stiftung Museum Schloß Moyland
Institut f .Kirchenbau und Kunst der Gegenwart – Philipps-Universität Marburg
Stadt Singen (Hohentwiel)
Kunstverein Singen e.V.
Städtische Wessenberggalerie
Kunstverein Engen, Stubengesellschaft1599 e.V.
Sparkasse Singen (Htwl.)
Sparkasse Engen
Kataloge

Katalog zur Ausstellung „Gegen das Vergessen“, 2025/26, Warschau

Katalog zur Ausstellung HIOB, 2023, Danzig

Katalog zur Ausstellung „Kinder. Opfer zwischen den Grenzen“, 2019, Baden-Baden

Katalog zur Ausstellung HIOB, 2018, Stettin
Katalog zur Ausstellung ‚Kinder. Opfer zwischen den GHrenzen‘, 2ß17, Hilzingen

Katalog zur Ausstellung ‚…dass man mit ihnen redet.‘ 2015, Berlin, Parlamentarische Gesellschaft (Deutscher Bundestag)

Katalog zum Deutsch-Israelischen Projekt “ … dass sie leben“, 2003, Berlin, St. Matthäusstiftung Kulturforu

Katalog zur Ausstellung „Zeichnung – Malerei – Assemblage – Skulptur, 1989 – 2012“ 2012, Engen

Katalog zur Ausstellung „Malerei – Relief – Plastik“, 1996, Städtisches Kunsrmuseum Singen (Hohentwiel)
