Vita
Gero Hellmuth, 1940 in Neustrelitz geboren, ist ein deutscher Künstler, dessen Werk an der Schnittstelle von Erinnerungskultur, Anthropologie des Bildes und postminimalistischer Figuration angesiedelt ist. Nach dem Abitur in Stuttgart sowie Studien der Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Philosophie und Kunstgeschichte in Freiburg und Stuttgart, entwickelte er eine reduzierte, materialbewusste Bildsprache, die Fragment, Spur und die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers ins Zentrum rückt.
Seine Arbeiten stehen in einer kunsthistorischen Linie, die von Käthe Kollwitz und Francis Bacon bis zu zeitgenössischen Positionen einer „post‑traumatischen Ästhetik“ reicht – jedoch ohne expressive Übersteigerung. Hellmuth arbeitet mit Verdichtung, Stille und räumlicher Offenheit. Viele seiner Ausstellungen entstehen als immersive Raumkonstellationen, die Betrachterinnen und Betrachter nicht nur visuell, sondern körperlich in eine Erfahrung von Erinnerung, Verantwortung und Beziehung hineinführen.
Ein Schwerpunkt seines Œuvres ist die Auseinandersetzung mit Kindern im Kontext von Krieg, Flucht und Entwurzelung – nicht als Illustration, sondern als existenzielle Bildforschung. Mit Projekten in Deutschland und Polen, darunter der Ausstellung Gegen das Vergessen im Polnischen Historischen Museum in Warschau, die 12.000 Besucherinnen und Besucher erreichte, leistet Hellmuth einen Beitrag zur deutsch‑polnischen Verständigung und zur Weiterentwicklung einer europäischen Erinnerungskultur.
Er lebt und arbeitet seit 1971 in Singen‑Hohentwiel.
Einzelausstellungen (Auswahl)
2025/26 Warschau (Polen) – Museum der polnischen Geschichte – Muzeum Historii Polski, .“..gegen das Vergessen“
https://youtu.be/E6vwJE-IyR8
2025 Ludwigshafen/Rhein – Kulturprojekt Hiob in der Friedenskirche, Hiob-Zyklus, Zyklus Schrei der Kriegskinder, Eröffnung, März 2025
2024 Heidelberg – Ausstellung im +punkt der Universität Heidelberg – Eisenreliefs, Assemblagen
2023 Danzig (Polen) – Anlässlich der im Juni 2023 stattgefundenen Tagung des Internationalen Auschwitz-Rats, wurde im Museum des 2. Weltkriegs in Danzig (Muzeum II Wojny Światowej w Gdańsku) das Triptychon „Auschwitz/Befreiung“ (Siehe Menü: Zyklen) ausgestellt.
2022 Danzig (Polen) – Museum des 2. Weltkriegs, „Hiob – Klage und Überwindung“, ein Deutsch-Polnisches Projekt ‚gegen den Krieg‘ mit Michał Dobrzyński (Komponist, Polen) , Malerei, Assemblagen – Katalog zur Ausstellung Hiob, 2022, Danzig https://de.wikipedia.org/wiki/Muzeum_II_Wojny-%C5%9Awiatowej
2020 Freiburg – Katholische Akademie Freiburg, „Schrei der Kriegskinder“, Malerei von 2016 – 2020, Begleitprogramm:Musik: Freiburger Domsingknaben, Leitung: Prof. Boris Böhmann
2019 Baden-Baden – Altes Dampfbad, Malerei, „Kinder. Opfer zwischen den Grenzen.“ Begleitprogramm: Szenische Lesung(Geschichten von Flucht und Neubeginn 1945 bis heute) mit Soundinstallation (Rike Scheffler), Unicef-Vortrag (Ute Desiness-Gros)mit Konzert (Ewa Gruszka-Dobrzyńska, Violine), Theaterstück „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ (Milo Rau)
.2018 Stettin/Szczecin (Polen), Philharmonie/Filharmonia, „Hiob-Zyklus“ und Zyklus „Kriegskinder“, Zeichnungen.Deutsch-Polnisches Projekt mit Michał Dobrzyński (Komponist, Polen) und Ewa Gruszka (Violine, Polen), Katalog zur Ausstellung, 2018, Stettin
2017 Hilzingen, August-Dietrich-Saal, Malerei, Assemblagen, Skulpturen, Zeichnungen. Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Bilderfolge „Schrei der Kriegskinder“. Sie entstand aufgrund des aktuellen Zustroms von Flüchtlingen nach Europa.Besonders das Leid der Kriegskinder wird thematisiert.
2017 Saarbrücken, Johanneskirche, Hiob-Zyklus, Malerei und Eisenrelief. Deutsch-Polnisches Projekt mit Michal Dombrzynski(Komponist, Polen) und Ewa Gruszka, (Violine, Polen)
2015 Singen, Stadthalle, Malerei – Assemblagen, Projekt zum 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945 in Europa“…dass man mit ihnen redet.“ Eine Wiederholung der Veranstaltung in Berlin am 7. Mai 2015.
2015 Berlin, Deutsche Parlamentarische Gesellschaft (Deutscher Bundestag), Malerei – Assemblagen, Projekt zum 70. Jahrestag des Kriegsendes1945 in Europa. „…dass man mit ihnen redet.“
2014 Singen, Skulptur Victor von Scheffel (Bronze), Stadtgarten der Stadt Singen
2012 Engen, Städtisches Museum + Galerie, Zeichnungen – Malerei – Assemblagen – Plastiken, Arbeiten von 1990 – 2012
2010 Singen, Brunnenanlage auf dem Rathausplatz der Stadt Singen mit 7 Bronzeskulpturen
2004 Singen, Rathaus (Kulturförderpreis)
2003 Singen, Kunstmuseum, Projekt „…dass sie leben.“ Wiederholung der Veranstaltung in Berlin (2003)
2003 Berlin, Landesvertretung Baden-Württemberg beim Bund , Malerei, Relief „Hiob“.
2003 Berlin, Kulturstiftung St. Matthäus – Kulturforum, „…dass sie leben“, Projekt mit dem israelischen Komponisten Joseph Dorfman,Tel Aviv, Uraufführung der Kantate „…dass sie leben“ mit dem Vokalensemble Sirventes (Berlin), Leitung Prof. Stephan Schuck
2001 München, New Art Galery KAIROS, Eisenrelief, Zeichnung
2000 Singen, Galerie Greuter, Malerei, Zeichnung, Assemblage
1999 Hamburg, Kongress Center, CCH, Wettbewerb „Kunst 99“ der IG Metall, Preisverleihung
1999 Tübingen, Stiftskirche – „Hiob“ – Bild und Musik mit dem Komponisten Peter Hoch, Trossingen, Hiob-Zyklus
1998 Berlin, Kirche am Hohenzollernplatz, „Hiob – ein Mensch“
1996 Singen, Kunstmuseum, Malerei, Relief, Plastik
1991/1992/1993 Villingen-Schwenningen, Franziskaner Museum, Mendelssohn-Projekt
1990 Singen, Bild und Musik mit dem spanischen Komponisten Manuel Hidalgo
1987/88/89 Singen, Kunstverein (Elias-/Paulus-/Matthäus-Zyklus)
1978 Meersburg, Neues Schloss, Malerei
1978 Singen, Rathaus, Werkschau, Malerei – Zeichnung
1976 Singen, Rathaus, Malerei – Zeichnungen
Beteiligung an Ausstellungen im In- u. Ausland
Verschiedenes
1993 Mahnmal „Kreuz der Arbeitslosen“, Fußgängerzone , Singen
1991 Gestaltung der Glocken der Liebfrauenkirche, Singen http://www.ebfr-glocken.de/html/liste/glocken_kirchen.html?&tab=detail&scene=detail&m=61566&e=61684&id=934
1999, Weimar, „1999 Wege nach Weimar“ – ZDF-Projekt
TV- und Rundfunksendungen (SDR, SWR, SFB)
Gestaltungen für die CD-Produktion des ORF, Wien
Ernst Klett Verlag GmbH, Evangelische Religion Oberstufe 2015 – Moment mal! ISBN 3-12-006791-1, Bildmaterial: Hiob – Überwindung,
Auszeichnungen
1999 Preisträger des Wettbewerbs „Kunst 99“ der IG Metall
2004 Kulturförderpreis Singen
2010, Singen, Brunnenanlage, 7 lebensgroße Bronze-Skulpturen auf dem Rathausplatz der Stadt Singen/Htwl.
2016, Singen, lebensgroße Bronze-Skulptur des Dichters Viktor von Scheffel im Stadtgarten der Stadt Singen/Htwl.
2022, Singen, Bronze-Skulpturen 2022, 2 lebensgroße Skulpturen – „Marktfrauen“ – auf dem Marktplatz (Herz-Jesu-Platz) der Stadt Singen
Werke in Öffentlichem Besitz
Galerei IG Metall, Frankfurt
Danzig (Polen) Museum des Zweiten Weltkriegs
Regierungspräsidium Freiburg
Stiftung St. Matthäus, Berlin (Kulturforum)
Sammlung van der Grinten, Stiftung Museum Schloß Moyland
Institut f .Kirchenbau und Kunst der Gegenwart – Philipps-Universität Marburg
Stadt Singen (Hohentwiel)
Kunstverein Singen e.V.
Städtische Wessenberggalerie
Kunstverein Engen, Stubengesellschaft1599 e.V.
Sparkasse Singen (Htwl.)
Sparkasse Engen
Kataloge

Katalog zur Ausstellung „Gegen das Vergessen“, 2025/26, Warschau

Katalog zur Ausstellung HIOB, 2023, Danzig

Katalog zur Ausstellung „Kinder. Opfer zwischen den Grenzen“, 2019, Baden-Baden

Katalog zur Ausstellung HIOB, 2018, Stettin

Katalog zur Ausstellung ‚Kinder. Opfer zwischen den GHrenzen‘, 2ß17, Hilzingen

Katalog zur Ausstellung ‚…dass man mit ihnen redet.‘ 2015, Berlin, Parlamentarische Gesellschaft (Deutscher Bundestag)

Katalog zum Deutsch-Israelischen Projekt “ … dass sie leben“, 2003, Berlin, St. Matthäusstiftung Kulturforu

Katalog zur Ausstellung „Zeichnung – Malerei – Assemblage – Skulptur, 1989 – 2012“ 2012, Engen

Katalog zur Ausstellung „Malerei – Relief – Plastik“, 1996, Städtisches Kunsrmuseum Singen (Hohentwiel)
