Gero Hellmuth

Gero Hellmuth

malerei zeichnung relief plastik

Zyklen

Hiob-Zyklus

 

Im Jahr 1991 entstand die 7-teilige Folge aus Acrylgemälden, 1996 eine entsprechenden Folge von sieben Eisenreliefs.

1996 schrieb der Komponist Peter Hoch,Trossingen, zu dem Zyklus ein Oratorium für 2 Singstimmen und 4 Instrumente - Die Uraufführung erfolgte im Rahmen der Ausstellung des Hiob-Zyklus im Kunstmuseum Singen (Hohentwiel).

Friedhelm Mennekes: (Auszug) "Gero Hellmuths Kunst hilft, Fragen zu erheben, ohne sie zu formulieren; er zeigt die Freiheit der Kunst auf, die darin besteht, Fragen als Fragen zu gestalten, ohne sie in eine direkte oder voreilige Antwort zu überführen. Ihr Sinn liegt oftmals eben nicht in sprachlichen Antworten, sondern in den schweigenden Räumen und Augenblicken zwischen den Fragen selbst. Von dieser Kraft zeugen die Hiob-Zyklen." (vollständiger Text siehe Literatur)

Georg Christhard Neubert, Kurator der Ausstellung "Hiob - ein Mensch", Kirche am Hohenzollernplatz Berlin, 1998, (Ausschnitt aus einem TV-Gespräch), " Mich interessiert sein Versuch, in seinen künstlerischen Arbeiten, das Thema - "Verantwortung für den Menschen" - umzusetzen; nicht, wie wir das gewohnt sind, plakativ, sondern in einer sehr tiefen, spirituellen, geistigen Form, die aber so viel an Aussagekraft hat, dass jeder Mensch, der sich von diesen Arbeiten ansprechen lässt, der sich ihnen aussetzt, unmittelbar betroffen ist -."  (vollständiger Text siehe Kommentare)

 

7-teiliger Zyklus aus Eisen-Reliefs

 

Hiob I - Prolog, 1995, Eisen auf Holz, 103 x 109 x 18 cm Hiob II - Hiobsbotschaft, 1995, Eisen auf Holz, 100 x 101 x 10 cm Hiob III - Prüfung, 1996, Eisen auf Holz, 110 x 102 x 28 cm Hiob IV - Hiobs Klage, 1996, Eisen auf Holz, 114 x 108 x 24 cm Hiob V - Suche, 1996, Eisen auf Holz, 103 x 110 x 16 cm Hiob VI - Überwindung, 1996, Eisen auf Holz, 103 x 100 x 22 cm Hiob VII - Erfahrung, 1996, Eisen auf Holz, 100 x 100 x 9 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 7-teiliger Zyklus aus Acrylgemälden

 

Hiob I - Prolog, 1991, Acryl auf Leinwand, 125 X 113 cm Hiob II - Hiobsbotschaft, 1991, Acryl auf Leinwand, 125 x 113 cm Hiob III  -  Prüfung, 1991, Acryl auf Leinwand, 125 x 113 cm Hiob IV - Hiobs Klage, 1991, Acryl auf Leinwand, 125 x 113 cm Hiob V - Suche, 1991, Acryl auf Leinwand, 125 x 113 cm Hiob VI - Überwindung, 1991, Acryl auf Leinwand, 125 x 113 cm Hiob VII - Erfahrung, 1991,  Aryl auf Leinwand, 125 x 113 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbereitende Skizzen zum Hiob-Zyklus/Malerei, 1990/91

Indem die Theodizee-Frage, das Problem der Rechtfertigung Gottes angesichts des subjektiven Leids in der Welt, stets zu neuer Reflexion herausfordert, erscheint die Annahme des Hiob-Themas gleichsam als cantus firmus im Schaffen eines Künstlers plausibel: Hiob als existentielle Zumutung, als Lebensthema. Diesen Weg wählte Gero Hellmuth nicht. Er wurde ihm aufgegeben. So entstanden im Jahr 1990 die ersten Skizzen und Notate zu Hiob.
Fritz Eckey

(vollständiger Text: siehe Literatur)

 

Skizzen zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizzen zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 1 (2. Fassung) zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 1 zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 2 zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 3 zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 4 zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 5 zum Hiob-Zyklus, Graphitstift auf Papier, 1990/91 Skizze Nr. 6 zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Skizze Nr. 4 (2. Fassung) zum Hiob-Zyklus, 1990/91, Graphitstift auf Papier Gedankensplitter I,  "passiv",  zum Hiob-Zyklus, 1989/90, Fineliner auf Papier, ca. 10 x 10 cm Gedankensplitter II, "aktiv",  zum Hiob-Zyklus, 1989/90, Fineliner auf Papier, ca. 10 x 10 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Werke zum Thema Hiob

 

 

Kreuzigung und Auferstehung, Hiob Teil 8 Thema Hiob, Hiob VI a Thema Hiob, Hiob IVa Thema Hiob, Hiob II a Thema Hiob, Hiob V a Hiob im Wandel ,Triptychon, 2002, Eisen auf Holz, 100 x 300 cm Hiob im Raum, 2015, Im Chor eines ehemaligen Klosters in Engen, Städtisches Museum und Galerie Engen  Kriegskinder -  Da Pacem III, 2017, Acryl auf Leinwand, 105 x 110 cm  Augen, 2006, Eisen, Schnur auf Holz, 98x45 cm,  zu einem Gedicht von Hilde Domin ...dass sie leben -  Hiobs Klage, 2001, Mischtechnik unter Plexiglas, 100 x 100 cm Kreuz I -  Hiob im Wandel, 2001, Mischtechnik, 100 x 100 cm Gedankensplitter I,  "passiv",  zum Hiob-Zyklus, 1989/90, Fineliner auf Papier, ca. 10 x 10 cm Gedankensplitter II, "aktiv",  zum Hiob-Zyklus, 1989/90, Fineliner auf Papier, ca. 10 x 10 cm

Abel-Zyklus

Seit 2006 entsteht ein Zyklus zu Gedichten von Hilde Domin, Amir Gilboa und Nelly Sachs

Kain, zu einem Gedicht von Hilde Domin, 2007, Acryl auf Leinwand auf Holz, 125 x 125 cm Abel, 2007, Acryl auf Leinwand, 125 x 125 cm, zu einem Gedicht von Hilde Domin Zwei Türen, 2007, Holz, Eisen, Tuch, 152 x 74 x 21 cm, zu einem Gedicht von Hilde Domin Augen, 2006, Eisen, Schnur, auf Holz, 98 x 45 x 18 cm, zu einem Gedicht von Hilde Domin Ausbruch, 2004, Seil, Rupfen, Eisen auf Holz, 110 x 100 cm, zu einem Gedicht von Hilde Domin zum Tad von Paul Celan ...ein Portrait (Hitler), 2006, Acryl auf Leinwand, 127 x 220 cm, zu einem Gedicht von Amir Gilboa 220 cm Mauer-190, 2015, Acryl auf Leinwand auf Holz, 127 x 173 cm,  Appell, 2006, Acryl auf Leinwand, Schnur, Eisen, 110 x 100 cm, zu einem Gedicht von Hilde Domin

Elias-Zyklus

19-teiliger Zyklus im Besitz der Stadt Singen-Hohentwiel, Kunstmuseum

Angeregt wurde dieser Zyklus durch das gleichnamige Oratorium des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847).

Elias-Zyklus, Teil 1 Elias Zyklus Teil 9 Elias Zyklus Teil 10 Elias Zyklus Teil 15

Auschwitz-Zyklus

Gedanken zum Auschwitz-Zyklus   

Das Unheil des Holocaust ist unsagbar, unfassbar. Fassungslos steht der empfindende, der denkende Mensch diesem Unheil gegenüber. Auschwitz lässt sich nicht in Worten fassen, nicht in Bildern festhalten. So ist mein Auschwitz-Zyklus ein Versuch der Annäherung.

Es sind Bilder gegen das Vergessen. Sie mahnen, die Erinnerung an die Barbarei des Nationalsozialismus wach zu halten, aus der Vergangenheit zu lernen. Im Mittelpunkt des Zyklus steht das Triptychon "Auschwitz/Befreiung". Die Befreiung des Lagers am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee weist zugleich auf die Befreiung Deutschlands von einer unmenschlichen Diktatur. Diese Befreiung hat einen Aufbruch in eine neue, von Hoffnung erfüllte Demokratie ermöglicht. Doch ist diese Hoffnung mit der Last jener Vergangenheit verbunden. Hieraus erwächst die dauerhafte Verantwortung für eine friedliche Zukunft, für ein friedliches Europa einzutreten - im Wort und in der Tat.                            

 

 

Auschwitz/Befreiung, 1995, Holz, Eisen ,Acryl ,245 X 320 cm Auschwitz-Zyklus, Hügel der Trauer, 1995, Acryl auf Leinwand, 125 X 125 cm Auschwitz -Zyklus, Zeitzeuge -  Brücke in die Zukunft ,1995 ,Holz, Eisen, Acryl, Höhe ca. 180 cm "...dass sie leben" I, 1999, Eisen, Holz, 210 x 125 cm dass sie leben II, 1998, Eisen, Holz, 125 x 125 cm "...dass sie leben III, 1998, Eisen, Holz, 125 x 125 cm "...dass sie leben",1998, Kreuzigung und Auferstehung (wird gelegentlich als 8. Teil dem Hiob-Zyklus hinzugefügt )      ), 100 x 100 cm "...dass sie leben" IV, 1999, Eisen, Holz, 100 x 100 cm (wird gelegentlich dem Hiob-Zyklus hinzugefügt)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auschwitz/Befreiung, Hügel der Trauer und Zeitzeuge, entstanden 1995 - 50 Jahre nach Kriegsende 1945.

Bis 2003 erweiterte sich der Zyklus auf ca. 20 Werke; (siehe Literatur, Deutsch-jüdisches Projekt mit dem israelischen Komponisten Joseph Dorfman, Tel Aviv)

Eine Sendung des SWR Baden-Baden, Mainz, über eine Ausstellung (2003) im Kunstmuseum der Stadt Singen-Hohentwiel.

Kernstück der Ausstellung war das Triptychon "Auschwitz/Befreiung - 1945", aus dem Auschwitz-Zyklus, der zum Gedenken der Befreiung des Lagers entstanden war (3 min).

Siehe auch  TV-Dokumentationen, Aktuell  und Literatur.